Am Anfang war der Nudelteig

Nach bereits zwei Pasta Rezepten, die ich hier veröffentlicht habe, möchte ich nun zum ersten Mal über das Nudeln Selbermachen und Nudelteig schreiben.

Bevor ich bald über die schöne Welt der gefüllten Nudeln berichte, soll es heute erst einmal um die Grundlage allen nudeligen Glücks gehen.

Ein Nudelteig ist unheimlich einfach und schnell gemacht, muss nur kurz ruhen und kann dann in schier unendlicher Art und Weise verarbeitet werden.

Für mich liegt im Nudelteig machen, ausrollen und Nudeln selbst herstellen eine unheimlich schöne, potentiell gesellige, gar beflügelnde Arbeit.

In den letzten Monaten hatte ich die schöne Gelegenheit mehrmals mit Freunden gemeinsam Nudeln zu machen. Man knetet zusammen den Teig, sitzt bei einem schönen Glas Wein um einen großen Tisch herum, rollt und sticht aus, legt die Nudeln zum Trocknen aus. Eine große Portion Stolz ist fast immer dabei, wenn plötzlich das erste Mal aus etwas, das eine halbe Stunde entfernt noch bloß Mehl und Ei war, die erste Ladung wunderschöner frischer Tagliatelle oder Spaghetti entstanden ist.

Hier nun also mein Nudelteig-Grundrezept, in diesem Fall verarbeitet zu schönen Tagliatelle. Es gibt viele verschiedene Rezepte, mit Gries, mit Mehl, mit Wasser, mit Ei. Ich schwöre auf die untenstehende Kombination. Sie ist einfach, lecker und gelingsicher!


Für 4 Personen:

  • Mehl, Typ 405 (400g)
  • Eier (4)
  • Salz (eine gute Prise)
  • evtl. etwas Wasser

Mehl, Eier und das Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Falls er sich zu trocken anfühlt, gebt ruhig ein wenig Wasser hinzu. Ist er zu nass, noch ein wenig Mehl.

Verpackt den Teig nun in Klarsichtfolie und legt ihn 30-60 Minuten in den Kühlschrank.

Wenn vorhanden: bereitet eure Nudelmaschine vor! Legt eine Tischdecke aus (dort können die Nudeln später gut trocknen), befestigt die Maschine am Tisch.

Habt ihr keine Nudelmaschine? Gar kein Problem. Auch mit einem handelsüblichen NUDELholz und ein paar Muskeln steht eurem Nudelglück nichts im Weg!

Nach Ablauf der Ruhe- und Kühlzeit ein Drittel des Nudelteigs zum Verarbeiten abtrennen. Den restlichen Teig im Kühlschrank ruhen lassen, damit er nicht austrocknet.

Den Teig leicht bemehlen und (mit der Maschine oder dem Nudelholz) so dünn wie möglich ausrollen. Wenn nötig, den Teig immer wieder zwischendurch leicht bemehlen, weiter ausrollen, nochmal zusammenkneten, wieder ausrollen usw.. bis sich der Teig ohne Löcher und ohne zu reissen glatt ausrollen lässt. Sind die Teigplatten zu lang (länger als ca. 25cm) könnt ihr sie einmal quer in der Mitte teilen.

Mit der Nudelmaschine könnt ihr die Kurbel nun in die richtige Öffnung für die Herstellung von Tagliatelle stecken und die Teigfladen in wunderschöne Tagliatelle verwandeln.

Ohne Maschine könnt ihr sie einfach mit einem Messer in beliebiger Breite schneiden.

Legt die Nudeln dann zum Trocknen aus. Das geht auf dem oben beschriebenen Tischtuch, über Stuhllehnen oder auch über einen Wäschständer! Seid kreativ!

Es reicht, wenn die Nudeln 20 Minuten trocknen, länger ist aber natürlich auch nicht schlimm.

Die frischen Tagliatelle müssen nur 2 Minuten in kochendem Salzwasser garen.

Mit der Soße eurer Wahl (mir reicht bei frischen Nudeln auch bloß ein gutes Stück Butter) könnt ihr nun eure Tagliatelle mit ganzer Freude genießen.

BUON APPETITO!

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2 Gedanken zu “Am Anfang war der Nudelteig

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