Herzförmiges Nudelglück oder: Zucchini-Pecorino-Ravioli mit karamellisierten Ofentomaten

Dem aufmerksamen Leser wird meine Affinität zu Nudeln bereits aufgefallen sein. Wenn ich nicht gerade dabei bin über Nudeln nachzudenken, sie zu kochen, sie zu essen oder von ihnen zu schreiben, bereite ich sie auch wirklich gerne und mit viel Freude nach meinem Grundrezept für Nudelteig zu.

Gestern war mal wieder so ein Tag.

Anlass war, dass mir beim Durchblättern der Zeitschrift Einfach Hausgemacht ein Gewinnspiel auffiel, bei dem man aus 5 vorgegebenen und 2 frei wählbaren Zutaten (sowie Gewürzen, Öl, Knoblauch usw. soviel man mag) ein eigenes Rezept kreieren und einschicken sollte. Die Zutaten waren: Zucchini, Tomaten, irgendein Schafskäse, Mehl und Eier.

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Mehl und Eier! Nichts schien mir plausibler als Nudeln!

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Zugegeben: man könnte mit den richtigen Zusatzzutaten auch eine Quiche oder Pfannkuchen oder ein Brot oder oder oder zaubern. Aber ich wäre nicht das nudelbesessene ich, welches ich bin, wenn meine Gedanken nicht doch immer wieder um selbstgemachte Nudeln gekreist hätten.

Und so entschied ich mich (meine neue, bis gestern noch nicht genutzte Herz-Ravioli Form mag die Entscheidung beeinflusst haben) für Ravioli mit einer Zucchini-Pecorino-Füllung, angedickt mit zerstampften Kartoffeln (passt toll in jede etwas flüssigere, potentielle Nudelfüllung!) und verfeinert mit Thymian und Pinienkernen! (Wie schon hier kurz erwähnt ist Pecorino mein römischer Lieblingskäse..welch Glück, dass auch er aus Schafsmilch hergestellt wird und so perfekt auf die Gewinnspielvorgaben passte!)

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Als Tomaten habe ich aromatische, kleine Kirschtomaten verwendet, diese im Ofen gemeinsam mit leckerem, frischem Knoblauch leicht karamellisiert und sie am Schluss in Verbindung mit einem guten Olivenöl als Soßenersatz serviert.

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Ich bin neugierig! Was hättet ihr aus diesen Zutaten kreiert?


Für 4-5 Personen:

  • Eier (4)
  • Mehl (400 g)
  • Zucchini (600 g)
  • Kirschtomaten (600 g)
  • Pecorino romano, gerieben (7 gehäufte Esslöffel)
  • Kartoffeln (250 g)
  • Pinienkerne (40 g)
  • Knoblauch, frisch (5-6 Zehen)
  • Thymian (6 kleine Zweige)
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Olivenöl

Bereitet den Nudelteig vor, wie hier beschrieben.

Röstet die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl an und stellt sie danach zur Seite.

Kocht die Kartoffeln mit Schale gar. Heizt den Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) auf.

Schneidet die Zucchini in fingerdicke Scheiben, breitet sie auf einem Blech aus, streut ordentlich Salz auf die Scheiben und lasst sie 10 Minuten Wasser ziehen. Tupft dann Wasser und Salz von den Scheiben ab, würzt sie mit Pfeffer und dem Thymian und beträufelt alles großzügig mit Olivenöl. Gebt das Blech nun für 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

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Pellt und zerstampft die gekochten, etwas abgekühlten Kartoffeln, hackt die Pinienkerne sehr klein und vermischt beides.

Sobald die Zucchini fertig sind, püriert ihr sie zu einer breiigen Masse. Lasst diese nun 20 Minuten in einem feinen Sieb etwas Flüssigkeit abtropfen und vermengt sie anschließend mit der Kartoffelmischung und den 7 gehäuften EL Pecorino. Würzt die Füllung nun noch einmal kräftig mit Salz und Pfeffer .

Tipp: Nudelfüllungen sollte man tendenziell etwas „überwürzen“, damit nicht aller Geschmack später beim Kochen ans Nudelwasser verloren geht!

Mehlt nun eure Arbeitsfläche gut ein, nehmt den Nudelteig in kleinen Portionen aus dem Kühlschrank(nicht alles auf einmal, da er sonst zu schnell austrocknet) und rollt ihn so dünn wie möglich (mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz) aus.

Auf einen ausgerollten Teigstreifen platziert ihr -ungefähr mit Abstand der Größe des Ravioliausstechers eurer Wahl-  teelöffelgroße Kleckse der Füllung. Legt eine zweite Teiglage exakt darüber, drückt ein wenig die Luftblasen heraus, stecht nun mit eurem Ravioliausstecher (geht aber genauso gut mit einem Ravioliroller oder einem normalen Messer) die Nudeln aus und legt sie zum Trocknen auf eine bemehlte Fläche.

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So verfahrt ihr mit dem gesamten Teig und der ganzen Füllung.

Heizt den Backofen erneut auf 180° (Ober-/Unterhitze) vor.

Für die Ofentomaten breitet ihr die Tomaten auf einem Blech aus, stecht jede Tomate mit einem scharfen Messer ein, schälft und halbiert die Knoblauchzehen, bestreut alles mit zwei-drei guten Prisen Zucker und Salz&Pfeffer nach Geschmack. Beträufelt nun alles mit reichlich Olivenöl und gebt das Blech für 15-20 Minuten in den Ofen. Schöpft anschließend das aromatisierte Öl ab, drückt die Hälfte der weich gegarten Knoblauchzehen, sowie 1/3 der Tomaten (gehäutet) darin aus. Gebt noch einen Schuss gutes Olivenöl hinzu und schmeckt die Mischung eventuell noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

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Gart die Ravioli in reichlich kochendem Salzwasser für 4 Minuten. Verteilt sie dann auf die Teller, beträufelt sie großzügig mit dem Knoblauch-Tomaten-Öl und gebt die restlichen Tomaten dekorativ auf die Nudeln.

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BUON APPETITO!

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