Da bin ich wieder… Pizza mit Kürbis, (Pancetta) und Pecorino

Nach einigen Wochen voll Masterarbeits-Beendigungs-Trubel, ihrer endgültigen Abgabe (endlich!), meinem Geburtstag, diverser Feiereien, (hauptsächlich mentalen) Umzugs-Vorbereitungen und großem Näh-,Back- und Koch- aber recht geringem Schreibdrang, melde ich mich mal wieder hier zurück.

Huldigte mein letzter Beitrag noch dem Spätsommer und seinen Früchten, sind wir wohl mittlerweile mitten im Herbst angekommen.

Was kann man dazu sagen, außer: Schön! Den Herbst, der sich hier grad präsentiert, mag ich sehr gern. Er ist voller neuer Farben, unheimlich gemütlich und vermag Geist und Gemüt durchzulüften. Er ist im gleichen Maße wunderschön melancholisch, wie erfrischend und Augen öffnend. Herzlich Willkommen du oft unterschätzte Jahreszeit!

Nun aber wieder zum Essen. Wie in so vielen Blogs, die ich verfolge, wird auch hier  der Kürbis, der aus dem Herbst auch mit aller Kraft nicht wegzudenken ist, in den nächsten Wochen immer mal wieder auftauchen und sich in verschiedenen Gewändern präsentieren.

Den Anfang soll ein Pizzarezept machen, das ich entworfen habe, im Versuch eine atemberaubend leckere Pizza meines liebsten Pizzaiolos in Rom, nachzubacken. Durch ihn bin ich erst auf die Idee gekommen die klassische Tomatensauce durch eine süßlich pikante Kürbiscreme zu ersetzen. Und auch wenn es natürlich nie ganz genauso schmeckt wie in Rom und er seine Rezepte auch nie niemals verrät – ich bin mit meiner Version der Kürbispizza durchaus zufrieden. Probiert es mal aus, es lohnt sich wirklich sehr!

Als Teigrezept greife ich auf das leicht veränderte Rezept aus Cynthia Barcomis Backbuch zurück. Genutzt werden kann aber natürlich jeder Pizzateig eures Vertrauens!


Für ca. 2 dünnausgerollte Bleche:

  • frische Hefe (21 g) oder Trockenhefe (1 Päckchen)
  • lauwarmes Wasser (125 ml)
  • Zucker (1 Prise)
  • kalte Milch (175 ml)
  • Olivenöl (2 EL)
  • Mehl (450g)
  • Salz (2 TL)

Verrührt Hefe, Zucker und Wasser und lasst die Mischung 5 Minuten gehen, bis sich Blasen bilden. Gebt nun das Olivenöl und die Milch hinzu.

Gebt das Salz zum Mehl, schüttet die eben angerührte Hefe-Öl-Milch dazu und knetet die Masse -am Anfang am besten mit den Knethaken eurer Küchenmaschine oder Handrührers- kräftig durch. Gebt den Teig dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche und knetet ihn -evtl unter der Zugabe von noch mehr Mehl- mit den Händen ein paar Minuten durch. Er sollte glatt und geschmeidig werden und nicht mehr an den Händen kneten. Macht ruhig zwischendurch eine kleine Pause, lasst den Teig ruhen und knetet dann mit voller Kraft weiter.

Lasst den Teig nun in einer Schüssel, mit einem ausgewrungenen Trockentuch bedeckt, ca. 2 Stunden gehen bevor ihr ihn auf einem Blech ausrollt.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Kürbiscreme herstellen! Für die Menge an Pizza braucht man nicht sonderlich viel Creme, wenn ihr allerdings keine andere Verwendung für den restlichen Kürbis habt, würde ich empfehlen alles zu Creme zu verarbeiten – der Rest lässt sich prima einfrieren oder verdünnt als leckere Suppe weiterverarbeiten!

Für eine ganze Menge Kürbiscreme:

  • kleiner Hokaido Kürbis (1)
  • Zwiebeln (3)
  • Knoblauchzehen (3)
  • Ingwer (ca. 5 cm, nach Geschmack!)
  • Weißwein (1 Schuss zum Ablöschen)
  • Orangensaft (250ml)
  • Honig (1 EL)
  • Chili, Salz, Pfeffer (nach Geschmack)

sonstiges:

  • Pinienkerne (50 g)
  • Pecorino, grob gerieben (nach Geschmack)
  • Pancetta, dünn geschnitten (nach Geschmack)
  • gutes Olivenöl (ein paar Tropfen)

Würfelt die Zwiebeln, den Knochblauch und den Ingwer. Zerteilt den Kürbis, entfernt die Kerne und schneidet ihn in Würfel.

Röstet die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun und stellt sie beiseite.

Heizt euren Ofen rechtzeitig auf 220° Ober-/Unterhitze auf.

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in einer großen, tiefen Pfanne oder einem Topf andünsten. Die Kürbiswürfel hinzugeben und ein wenig anbraten. Löscht nun das ganze mit dem Schuss Weißwein ab und rührt gut um. Passt auf, dass der Kürbis nicht anbrennt, schüttet bei Bedarf den Orangensaft hinzu und lasst die Masse auf mittlerer Hitze 15-20 köcheln. Würzt nach Geschmack (aber nicht zu zimperlich!) mit Honig, Chili, Salz und Pfeffer. Nun müsste der Kürbis schon ziemlich weich geworden sein. Lasst die Masse etwas abkühlen, füllt sie nun in ein hohes Gefäß und püriert sie mit dem Pürierstab fein. Schmeckt nun nochmal alles mit den oben genannten Gewürzen ab. Die Creme sollte eine fein süßliche aber auch -je nach Geschmack mehr oder weniger deutliche- pikante Note haben.

Bestreicht die Pizzableche nun mit der Creme und legt, wenn gewünscht und ihr keine Vegetarier seid, ein paar dünn geschnittene Scheiben Pancetta on top. Schmeckt aber auch prima ohne!

Backt jedes Blech nun für ca. 20 Minuten (jeder Ofen ist anders.. werft auf jeden Fall zwischendurch mal einen Blick auf euer Blech!), 3 Minuten vor Ende der Backzeit die Pizza mit dem geriebenen Pecorino bestreuen.

Holt das Blech aus dem Ofen, verteilt die gerösteten Pinienkerne auf ihr und beträufelt sie mit einem guten Olivenöl.

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BUON APPETITO E BUON AUTUNNO!

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5 Gedanken zu “Da bin ich wieder… Pizza mit Kürbis, (Pancetta) und Pecorino

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