Mein Mutter- und Vatertagsbeitrag aus der Ferne [Penne mit weißem Spargel, Kartoffelstückchen und Schinken in Salbeibutter]

Heute ist, wie wir alle wissen, Muttertag. Und am Donnerstag war Vatertag. Beides keine Tage, welche in meiner Familie je in exzessivem Ausmaße gefeiert worden wären, Tage allerdings, besonders der Muttertag, welche immer von kleinen Traditionen und gemeinsam verbrachter Zeit geprägt waren.

Der süß-duftende, erste Flieder aus dem Garten hatte seinen festen Platz auf dem Muttertags-Frühstückstisch, unsere vor sich hin brummelnden und grummelnden Omis saßen fest verankert ab nachmittags auf der Bank auf der Terasse, bevor gegen abend frischer weißer Spargel, junge Kartoffeln und eine Auswahl an verschiedenen, leckeren Schinken auf den Tisch getragen wurden. So die Grundpfeiler des Muttertags im Hause nunu glücke.

Seit ich 428 km vom Haus meiner Eltern entfernt wohne und meine Wochenenden oft von langen Arbeitsschichten bestimmt sind, ist ein eben mal vorbei kommen mehr als kompliziert. Und es fällt mir immer wieder schwer, dass das so ist. Wenn eine echte Umarmung an diesem Elterntagswochenende also leider ausbleiben muss, dann versuche ich meine Eltern zumindest durch diesen Text ein wenig aus der Ferne zu feiern. Und wie ginge das besser als mit einem leckeren Rezept?

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Die Muttertags-Grundzutaten habe ich bereits genannt: weißer Spargel, Kartoffeln und Schinken (meistens gekochte Schinken, bei mir ist es dann aber doch ein Serranoschinken geworden, weil er einfach besser ins Gericht passte). Dieser Blog hieße aber vollkommen fehlerhaft nunu glücke, wenn sich nicht auch aus diesen Zutaten ein leckeres Nudelgericht zaubern lassen würden. Außerdem kenne ich keinen Menschen, der die Kombination von Nudeln und Kartoffeln so sehr liebt wie mein Vater. Das ist also für ihn. Genauso wie das Anbraten der Kartoffelstückchen. Angebraten schmeckt nämlich alles nochmal besser, stimmt’s? Der Salbei hat seinen Weg in das Rezept gefunden, da er für mich ein totaler Mama-Papa-Kindheitsgeschmack ist. Strozzapreti (einer meiner Lieblingsnudelsorten) oder Gnocchi in Salbeibutter gehören zu den einfachen, schnellgemachten Gerichte, die mich beim ersten Bissen glücklich machen und die vermögen mir ein zu-Hause-Gefühl zu geben. Also hat auch der Salbei es mehr als verdient in diesem kleinen Elterntags-Rezept eine wichtige Rolle zu spielen!

Also, hier für euch Mama und Papa, meine Penne mit weißem Spargel, angebratenen Kartoffelstückchen und Schinken in Salbeibutter.


Für 2 Personen:

  • Penne (180 g)
  • Kartoffeln,festkochend (200 g)
  • Serrano- oder Parmaschinken (60 g)
  • Salbei (20 Blättchen)
  • weißer Spargel (250 g)
  • Butter (2 EL)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft (2-3 Spritzer)
  • Parmesan
  • Schüssel mit sehr kaltem Wasser (am besten mit Eiswürfeln)

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Kartoffeln mit Schale kochen (wenn möglich schon ein paar Stunden eher oder am Vortag, damit sie genügend Zeit zum Trocknen und Abkühlen haben: so werden sie später beim Anbraten knuspriger.)

Spargelenden schälen und die Stangen  in Penne-große Stücke schneiden. 15 der Salbeiblättchen sehr fein hacken. Schinken in kleine Stücke zerzupfen. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Die letzten 5 Salbeiblätter nur grob zerkleinern und für spätere Dekoration zur Seite stellen.

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Bringt nun in einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen und bereitet die Schüssel mit eiskaltem Wasser vor. Die Spargelstücke werden nun blanchiert. Das heißt, sie werden -je nach Dicke der Stangen- 2-4 Minuten in das sprudelnd kochende Wasser gegeben (die Spargelspitzen bitte erst für die letzten 1-2 Minuten dazugeben), bevor sie dann mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser gefischt und direkt in das kalte Wasser gegeben werden (das heiße Wasser NICHT abschütten- es wird noch für die Nudeln gebraucht!). So ist der Spargel ausreichend gegart, bleibt aber noch ein bisschen knackig!

In einer großen Pfanne die Butter und 2 EL Olivenöl erhitzen, Salbei und Kartoffelstücke hinzugeben und knusprig anbraten.

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Nudeln im kochenden Wasser nach Packungsangabe garen.

Für die letzten drei Minuten der Nudelkochzeit die Spargelstücke mit in die Pfanne zu den Salbeikartoffeln geben. Leicht salzen und pfeffern (der Schinken gibt später jede Menge Würze zum Gericht), mit zwei Spritzern Zitronensaft beträufeln.

Nudeln abschütten, mit in die Pfanne geben und den Schinken hinzufügen. Wenn es zu trocken wirken sollte das Ganze mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Nun auf die Teller verteilen und mit grob geriebenem Parmesan und den restlichen Salbeiblättern bestreuen.

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Fertig!

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Guten Appetit, liebe Eltern! Eine Umarmung aus der Ferne, ich hab euch lieb.

Eure Lena

 

Die großen Frühlingsmächte vereint: Spargel-Bärlauch-Risotto

So, weiter geht’s mit wunderbaren Spargel-Bärlauch-Frühlingsgerichten! Und da ja selbst ich ab und an etwas anderes zu mir nehme als Nudeln, sollen sich hier heute auf dem Blog Spargel und Bärlauch mit Reis zu einem harmonischen, geschmacksintensiven Risotto verbinden!

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Und damit wir alle schnell raus zur endlich wiedergekehrten Sonne flitzen können, geht es diesmal ohne viel Text direkt zum Rezept!

(Vom Bärlauch-Pesto, das man für dieses Risotto zubereitet, würde ich wirklich empfehlen etwas mehr zu machen.. es hält sich durch das Öl wunderbar einige Zeit im Kühlschrank und ist so vielfältig einsetzbar (vielleicht demnächst auch mit…Nudeln? 🙂 ), dass es eine Schande wäre, nur eine kleine Portion zu produzieren. Daher also auch im Rezept deutlich größere Mengenangaben, als es für das Risotto im Endeffekt von Nöten wäre.)

So jetzt aber zum Rezept! Vorhang auf für mein Spargel-Bärlauch-Risotto!


Für 2 Personen:

Bärlauch-Pesto:

  • frischer Bärlauch (3 Bund)
  • Pinienkerne (50g)
  • Olivenöl (12 EL)
  • Zitrone, unbehandelt (1)
  • Salz, Pfeffer

Risotto:

  • weißer Spargel (10 Stangen)
  • Risottoreis: Arborio oder Carnaroli (200g)
  • rote Zwiebeln (1)
  • Weißwein (100ml, zum Ablöschen)
  • Spargelsud, hergestellt durch das Kochen der Spargelschalen (ca. 600ml)
  • Salz, (Zitronen-)Pfeffer
  • Butter, Öl oder Margarine (zum Anbraten)
  • Parmesan (optional)
  • Schüssel mit sehr kaltem Wasser (am besten mit Eiswürfeln)

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Bärlauch von den Stielen entfernen, waschen, 4 Blätter für spätere Deko des Risottos beiseite nehmen und in Streifen schneiden, den Rest klein rupfen. Schale der Zitrone abreiben. Bärlauch, Pinienkerne, Öl und Zitronenschale im Mixer/Zerkleinerer/mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Mit einem EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Für das Risotto werden 2 gehäufte EL benötigt. Den Rest in Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Passt wie gesagt hervorragend zu Nudeln, auf Brot, als Dip etc. Weitere Rezepte kommen auf jeden Fall!

Den Spargel schälen (und die Schale unbedingt aufbewahren!). Die Spargelstangen dritteln. Das untere Drittel jeder Stange sehr klein würfeln und beiseite stellen, die oben zwei Drittel so belassen.

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Bringt in einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen und bereitet die Schüssel mit eiskaltem Wasser vor. Die oberen zwei Drittel des Spargels werden nun blanchiert. Das heißt, sie werden -je nach Dicke der Stangen- 2-4 Minuten in das sprudelnd kochende Wasser gegeben (die Spargelspitzen bitte erst für die letzten 1-2 Minuten dazugeben), bevor sie dann mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser gefischt und direkt in das kalte Wasser gegeben werden (das heiße Wasser NICHT abschütten). So ist der Spargel ausreichend gegart, bleibt aber noch ein bisschen knackig!

Gebt nun ins heiße Wasser die Spargelschalen und lasst sie mind. 15 Minuten vor sich hin köcheln. In dieser Zeit könnt ihr die eben blanchierten Spargelstücke in einer Pfanne in ein wenig Olivenöl anbraten, bis sie leicht bräunlich angeröstet sind. Mit Salz und Zitronenpfeffer würzen (oder wie immer alternativ mit normalem schwarzen Pfeffer und ein wenig Zitronensaft). Entfernt nun die Spargelschalen aus dem Sud.

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Würfelt die rote Zwiebel klein und dünstet sie in einem Topf im Fett eurer Wahl an, gebt die kleingeschnittenen Spargelstückchen (das untere Drittel der Stangen, das ihr klein gewürfelt habt) und den Reis hinzu und lasst alles ein wenig weiter dünsten. Kurz bevor der Reis anzubrennen scheint, löscht ihr alles mit dem Weißwein ab.

Nun heißt es: rühren, rühren, rühren! Beim Risotto kommt es darauf an immer nur kleine Mengen an Flüssigkeiten zum Reis hinzuzufügen und dann so lange zu rühren bis diese verkocht ist. Gebt also nach und nach kellenweise den eben gekochten Spargelsud zum Reis.

Bis alles verkocht und der Reis ausreichend gegart ist, kann es schon mal 30 Minuten dauern. Risotto sollte im Gegensatz zu Milchreis nicht ganz matschig gekocht sein, sondern im Kern immer noch einen leichten Biss haben. Probiert zwischendurch einfach mal, um zu prüfen, ob die perfekte Garstufe schon erreicht ist und würzt in diesem Zug auch mit Salz und Pfeffer.

Rührt im letzten Schritt 2-3 EL des leckeren Bärlauch-Pestos unter. Richtet es nun mit den angebratenen Spargelstücken und den Bärlauchstreifen auf Tellern an und:fertig!

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Besten Appetit!

Sie sei eröffnet: die Spargelsaison! Spargelsalat mit Granatapfelkernen und Avocado

Auf auf, endlich geht sie los: die Spargelsaison!

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Im Versuch vielleicht irgendwann genug von diesen wunderbaren Stangen zu haben, esse ich sie zur Zeit wirklich mehrmals die Woche. Gekocht, blanchiert oder gebraten, kalt, lauwarm oder heiß, in ganzen Stangen oder kleinen Stücken und zu guter Letzt grün oder weiß: ich kriege nicht genug davon.

Hier nun also als Start in eine leckere, abwechslungsreiche Spargelzeit ein leckerer Salat. Zusätzlich zum Willkommenheißen des Spargels möchte ich noch an einer schönen Aktion teilnehmen, auf die ich vor kurzem gestoßen bin: der Calendar of Ingredients . Er wurde von 6 wunderbaren Bloggern ins Leben gerufen und läuft so ab, dass auf einem der Blogs am Anfang eines Monats 3 Zutaten verkündet werden und fortan Rezepte mit eben diesen Zutaten gesammelt werden. Ob nun eine, zwei oder alle drei Zutaten benutzt werden, ist dabei vollkommen egal: hautpsache es machen viele Leute mit Freude mit und bringen so viele leckere Rezepte zusammen. Die Aprilzutaten wurden auf dem Blog von  Sugarprincess verkündet und sind: Granatapfel, Quark und weiße Schokolade.

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Da es mich eher zu einem herzhaften Gericht trieb und ich unbedingt anfangen wollte Spargel zu bearbeiten, habe ich die weiße Schokolade ausgelassen und mich auf den Granatapfel und den Quark konzentriert.

Danke an die Inslebenrufer dieses schönen Projektes!

Hier also mein Beitrag für den Calender of Ingredients im April: lauwarmer Spargelsalat mit Granatapfel, Avocado und Frühlingszwiebelquark!


Für 2 Personen:

  • grüner Spargel (10 Stangen)
  • rote Zwiebel, mittelgroß (1)
  • Avocado (1)
  • Granatapfel (1/2)
  • Zitronensaft (2 EL)
  • Frischkäse (3 EL)
  • Quark (150 g)
  • Milch (3 EL)
  • Frühlingszwiebeln (2 Stangen)
  • Honig (1 EL)
  • Salz, Zitronenpfeffer
  • Olivenöl
  • frisches Baguette

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 Grünen Spargel wenn nötig schälen und in kleine Stücke (ca 2 cm breit) schneiden, Spargelspitzen separat legen. Zwiebel klein würfeln. Granatapfelkerne auslösen (Vorsicht spritzig!).

Frühlingszwiebel sehr fein hacken und mit Milch, Quark und Frischkäse mischen. Mit Salz und Zitronenpfeffer würzen.

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Öl in einer Pfanne erhitzen und Spargelstücke (nicht die Spitzen) ca. 5 Minuten anbraten, dann rote Zwiebel und Spargelspitzen hinzugeben und noch einmal 3-4 Minuten braten. Danach ein wenig abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Avocado klein würfeln,mit den Granatapfelkernen  (bis auf 2 TL davon) in eine Schüssel geben und mit dem Zitronensaft und 4 EL gutem Olivenöl beträufeln. Salzen, pfeffern, Honig hinzugeben. Die Spargel-Zwiebelmischung hinzugeben und gut durchrühren. Erneut abschmecken.

Salat hübsch auf Tellern anrichten, 1-2 Nocken Quark daneben anrichten und Brot dazu reichen.

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Guten Appetit!

 

Spaghetti mit Radicchio, Orange und getrockneten Tomaten

Frühlingsgrüße!!

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Schnell für zwischendurch ein weiteres schnelles Nudelgericht, das zwar noch einen Hauch Winter in sich trägt,aber auch perfekt in den Frühling passt, einem durch die schnelle Zubereitung immer noch viel Zeit draußen im Park ermöglicht und salzig, fruchtig-süß und bitter zugleich schmeckt. Jede Geschmacksqualität nicht zu aufdringlich, den anderen nicht die Show stehlend sondern sich untereinander perfekt ergänzend! Bei mir gibt es das zur Zeit wirklich sehr regelmäßig. Und bevor die deutsche Spargelsaison, auf die ich mich sehr freue, tatsächlich startet kann man sich ja auch gut und gerne an anderen leckeren Gerichten erfreuen!

Hier nun also Spaghetti mit Radicchio, Orange, Thymian und getrockneten Tomaten.

(Kurz sei für Radicchio-nicht-ganz-so-Liebhaber erwähnt, dass ich es eigentlich auch nicht bin. Alles was zu stark bitter schmeckt stört mich erst einmal. Ich finde Bitterkeit oft zu überladend und andere Geschmäcker erdrückend, dass ich es oft umgehe und nicht einsetze. Aber ich kann euch versprechen: in diesem Gericht ist die Bitternote zwar schmeckbar, aber in keinem Fall vorherrschend, also alles andere als dominant. Probiert es unbedingt aus; vielleicht könnt auch ihr euch so langsam aber sicher an Radicchio und co herantasten!)


Für 2 Personen:

  • Spaghetti (200-250 g)
  • Orangen (2)
  • Radicchioblätter (5)
  • getrocknete Tomaten (8-10)
  • Weißwein, zum Ablöschen
  • Olivenöl
  • brauner Zucker (1 EL)
  • Thymian (1-2 EL)
  • Salz, (Zitronen)Pfeffer
  • Pecorino (oder Parmesan), gerieben (nach Geschmack)

3 der Radicchioblätter in feine Streifen und die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden. Die Orangen filetieren, würfeln und anschließend in einer Schüssel mit 2EL gutem Olivenöl, Salz und (Zitronen)Pfeffer marinieren.  Auch die restlichen 2 Blätter Radicchio in dünne Streifen schneiden und zur Seite stellen.

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Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin nach Packungsangabe garen.

Öl in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und (die Streifen der ersten 3 Blätter) Radicchio hinzugeben. Zucker drüber streuen und den Radicchio leicht karamellisieren lassen. Mit Weißwein ablöschen. Die Orangenstücke hinzugeben und leicht köcheln lassen. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen, anschließend die getrockneten Tomaten hinzugeben.

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Die fertig gekochten Nudeln mit in die Pfanne geben und noch 1-2 Minuten durchziehen lassen.

Dann die Nudeln auf den Tellern verteilen, mit den restlichen Radicchiostreifen verzieren, mit geriebenem Käse bestreuen (ich empfehle sehr einen toll würzigen Pecorino zu benutzen!) und: fertig!

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Guten Appetit!

Hallo Frühling, hallo Lebendigkeit, hallo Farfalle mit Bärlauch, Kirschtomaten und zitronigem Lachs.

Passend zum gestrigen Frühlingsanfang und zu den wärmer werdenden Temperaturen der letzten Tage, habe auch ich entschieden mich endlich aus dem Winterschlaf der letzten vielen Wochen zu erheben und meine allerliebste Jahreszeit mit einem schönem Nudelrezept zu begrüßen.

Nachdem also die letzten Wochen von mehreren Erkältungswellen, einem gefühlt ewigen Umzug und einem kleinen Zuviel an sonstigen Verpflichtungen gefüllt waren und mich das graue, kalte Wetter eventuell ein wenig zu stark im Winterblues gefangen gehalten hat, ist es jetzt höchste Zeit hier wieder aktiv zu werden und all die kulinarischen Schönheiten, die gerade wieder beginnen auf der Bildfläche zu erscheinen, zu feiern.

Ich weiß. Es gibt auch saisonale Lebensmittel im Winter. Es ist nicht so, dass man nur in Frühling und Sommer Loblieder auf die saisonalen Schätze singen kann. Und doch musste ich merken, dass ich, als ich Samstag erschöpft von der Arbeit nach Hause kam und einen tollen, prallen, frisch vom Markt mitgebrachten Strauß BÄRLAUCH in der Küche vorfand, nicht anders konnte als zu strahlen und zu fühlen, wie sich das Frühlingsleben langsam seinen Weg in mich und meine Küche bahnte. Das fühlte sich gut und lebendig und erfrischend an. So viel können ein paar Blätter Bärlauch mit mir anstellen.

Und wie könnte es anders sein: das erste Gericht, das ich mit diesem meinen Lieblingskraut kochen wollte, musste eins mit Nudeln sein! So kramte ich ein wenig in meinem Kopf, machte es mir nicht zu schwer und entschied mich für dieses recht schnelle, einfache Nudelgericht: Farfalle (welche Nudeln könnten frühlingshafter sein als kleine Schmetterlinge??) mit Bärlauch, Kirschtomaten und Lachs.

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Ich wünsche euch einen fabelhaften Frühlingsanfang mit vielen schönen Sonnenstrahlen und einer kleinen, netten Hummel!


Für 2 Personen:

  • Farfalle oder andere kurze Nudeln (200-250g)
  • frischer Bärlauch (1 Bund)
  • Kirschtomaten (200 g)
  • Lachfilet (200 g)
  • Bio-Zitrone (1)
  • Pinienkerne (eine kleine handvoll)
  • Olivenöl
  • Weißwein, zum ablöschen
  • Honig (1 EL)
  • Zitronenpfeffer, Salz

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