Fare l’aperitivo

Heute soll es mal wieder um Rom gehen. Während meine Gedanken sehr regelmäßig um die ewige Stadt kreisen, ist mir nicht immer danach auch über sie zu schreiben. Heute jedoch war ein neuer Rom-Blogeintrag eine willkommene Ausrede für mich, mal wieder verträumt und leicht fernwehig durch sämtliche Fotos zu klicken, die ich in meiner Auslandszeit so geschossen habe. Von einem kleinen Hunger begleitet, entschied ich mich schnell dafür nun endlich eine wunderbare, in Deutschland -meines Wissens nach- nicht verbreitete Gewohnheit vieler Städte Italiens vorzustellen.

Der Aperitivo, der an und für sich bloß das meist alkoholische Getränk, das man vor dem eigentlichen Abendessen einnimmt, bezeichnet, ist in Italien mittlerweile so viel mehr geworden als der reine Konsum eines Aperitifs.

Reichte man früher zum Aperitivo, der sowohl Wein, Bier, Cocktail uvm. sein kann, höchstens ein paar Oliven oder Nüsse, hat sich mittlerweile eine ganze Aperitivo-Kultur gebildet.

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In buchstäblich jeder Bar Roms findet man Weiterlesen

Neue Säure macht auch lustig… weißer Johannisbeer-Saft und roter Johannisbeerlikör

Das mit dem Rhabarber ist ja nun, wie hier schon beschrieben, endgültig vorbei.

Das Schöne an dieser Jahreszeit ist meiner Meinung nach allerdings, dass die Saison eines traumhaften, viel verwendbaren Lebensmittels direkt von der eines anderen abgelöst wird!

So strapaziert Mutter Natur freundlicherweise den Abschmiedsschmerz nicht allzu sehr, schickt direkt die Johannisbeersaison in unsere und Nachbars Gärten und sorgt somit dafür, dass auf die gern-geschmeckte Säure mitnichten verzichtet werden muss.

Nach einer großen, gestrigen Ernterunde wurden die kleinen sauren Beeren auf verschiedene Weisen verarbeitet. Einmal zum kurz danach genießen in Form eines Saftes der weißen Johannisbeeren mit Mandeln und zum anderen Weiterlesen

Addio, saurer Freund! Eine letzte Ladung Rhabarber-Himbeer-Saft.

Bevor sich die Saison meines derzeitigen Lieblingsgemüses, dem Rhabarber, dem Ende zuneigt, soll es noch schnell mit einem wunderbar leckeren Rezept gehuldigt werden. Von April bis jetzt, Ende Juni, sind die sauren rot-grünen Stangen kaum aus meiner Küche wegzudenken. Es gibt Kompott, Kuchen, Tarte, Likör und jede Menge SAFT! Da sich der Saft, noch heiß in ausgekochte Flaschen gefüllt, einige Wochen hält, mache ich immer ein bisschen mehr auf einmal. So muss man sich noch nicht direkt vom Rhabarber verabschieden.. Ich möchte hier eine Kombination aus Ingwer, Himbeeren und Rhabarber vorstellen!


Für ca. 3 Liter

  • Rhabarber, am liebsten der schöne rote (2 kg)
  • Himbeeren, frisch oder tiefgefroren (500 g)
  • Ingwer (nach Geschmack, mind. aber ein Eier-großes Stück)
  • Zucker (400g, geht auch mit der entsprechenden Menge Süßstoff)
  • Vanilleextrakt (1 EL)
  • Wasser (2 l)
  • Basilikumblätter (nach Geschmack)

Schält den Ingwer und schneidet ihn, sowie den Rhabarber klein (da der Rhabarber schnell beim Kochen zerfällt, muss es nicht allzu winzig sein).

Gebt alle Zutaten (außer die Basilikumblätter) zusammen in einen großen Topf und bringt die Mischung zum Kochen.

Kocht in der Zwischenzeit eure Flaschen mit heißem Wasser aus.

Der Saft soll so lange vor sich hinköcheln bis der Rhabarber und die Himbeeren komplett zerfallen sind und sich der Zucker aufgelöst hat. Seiht die Mischung nun durch ein Sieb in ein anderes Gefäß ab.

Mithilfe eines Trichters befüllt ihr nun eure Flaschen mit dem noch heißen Saft.

Verschließt die Flaschen gut. Im kühlen Keller oder im Kühlschrank hält sich der Saft einige Wochen!

BUON SUCCO DI RABARBARO!

Tipp: Der pure Saft ist sehr intensiv. Ich kann ihn als Schorle sehr empfehlen oder auch gemischt mit einem Prosecco. Ein paar zerrupfte Basilikumblätter zum Abschluss runden mein derzeitiges Lieblings-Sommer-Getränk perfekt ab!

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