Zucchiniblüten, Zucchiniblüten, Zucchiniblüten!

Und auch diesmal muss der Cheesecake  einem anderen Thema den Vortritt gewähren: mir sind auf demMarkt Fiori di Zucca, also wunderbare Zucchiniblüten über den Weg gelaufen! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich mich das gemacht hat! Denn neben Artischocken gehören die schönen, perfekten Blüten zum allerliebsten Gemüse, das man mir vorsetzen kann! Und genauso wie Artischocken sind sie in Deutschland eher schwer bis gar nicht zu bekommen.

Es gibt da eine kleine Szene aus meiner Zeit in Rom, an die mich in Bezug auf Zucchiniblüten sehr gern zurückerinner: Ich stehe mit einer großen Packung schönster Zucchiniblüten an der Kasse des kleinen Supermarktes direkt um die Ecke meiner Wohnung. Eine sehr sehr alte und nicht weniger entzückende Omi, die hinter mir steht, wird auf mich und meine Blüten aufmerksam: „Oh, was hast du denn damit vor? Wie bereitest du sie zu?“, fragt sie. Ich erkläre mein Vorhaben sie in kleinen Stücken zu braten, um sie dann als knuspriges Topping auf Pasta mit Zucchini zu essen; sie belehrt mich im Gegenzug darüber, wie man sie am besten füllt und frittiert. Es ist ein nettes kleines Gespräch, doch plötzlich fällt ihr etwas offensichtlich Erschreckendes ein und sie sagt: „Hör mal, kannst du dir das vorstellen, in Holland – da wohnt mein Sohn- da kann man gar keine Zucchiniblüten kaufen!!!“. Als ich ihr sage, dass es sich in Deutschland -wo ich her komme- genauso verhält, schaut sie mich mitleidig an und tätschelt  mir den Arm. Eine Situation, die ich niemals vergessen werde.

Umso wunderbarer nun vom Gegenteil überzeugt zu werden und zu wissen, dass mich der italienische Marktstand auf dem Stuttgarter Wochenmarkt mit tollen Fiori di Zucca versorgen kann! Zwar waren sie in Größe und Qualität nicht zu 100% mit denen aus Rom zu vergleichen, ein zufriedenstellendes Nudelgericht ließ sich aber dennoch aus ihnen zaubern!

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Riesenblüten frisch aus Rom

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Das Endprodukt damals in Rom

Hier nun also ein Rezept für Penne in einer Zucchini-Sahne-Soße mit knusprigen Zucchiniblüten.


Für 2 Personen:

  • Penne (200-250 g)
  • Zucchiniblüten (je mehr desto besser! Am besten 2-3 pro Person, aber wirklich: es gibt kein Zuviel 😉 )
  • Zucchini (150 g)
  • frischer Knoblauch (2 Zehen)
  • Sahne (100 ml)
  • Weißwein (zum Ablöschen)
  • Thymian (1 gestrichener EL)
  • Salz, Zitronenpfeffer
  • Honig (1 EL)
  • Parmesan, grob gerieben (nach Geschmack)
  • Olivenöl zum Anbraten

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Aus den Zucchiniblüten die gelben Stempel entfernen. Blüten klein hacken und in einer kleinen Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen. Blütenstücke einige Minuten anbraten/frittieren bis sie schön knusprig sind. Salzen.Pfanne beiseite stellen und abkühlen lassen.

Knoblauch klein hacken und Zucchini in Penne-förmige Stifte schneiden. Ein wenig Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Knoblauch darin andünsten. Nach 2-3 Minuten Zucchini hinzugeben und nach weiteren 3-4 Minuten mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Sahne und Thymian hinzugeben und mit Salz und Zitronenpfeffer würzen. Soße vor sich hin köcheln lassen. Am Ende einen EL Honig unterühren.

In der Zwischenzeit Wasser in einem Topf erhitzen und Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

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Fertig gegarte Nudeln in die Soße geben und unter Rühren noch ein wenig ziehen lassen.

Auf Tellern anrichten, mit etwas Zitronenpfeffer und ordentlich Parmesan bestreuen. Zu guter Letzt die frittierten Blütenstücke auf die Nudeln geben. Fertig!

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Eine nie endende Liebesgeschichte (a never ending love story)

For the first time: english version below!

Letzte Woche hatte ich das große Glück es zeitlich und finanziell einrichten zu können mal wieder ein paar Tage in meiner Herzensstadt zu verbringen. Ich habe hier auf dem Blog ja bereits ein bisschen über Rom geschrieben und verschiedenene besuchenswerte Orte aufgelistet. Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen auch dieses Mal aufs Neue davon zu erzählen, wie diese Stadt es schafft mich in Beschlag zu nehmen, zu verzaubern und mir das Herz zu öffnen. Dieses Mal vielleicht auch etwas persönlicher und nicht 100% als Tourismusführer nutzbar, dafür aber direkt von Herzen. Da Kopf und Herz nach so einem Rombesuch bei mir immer überzusprudeln drohen, wird das hier wahrscheinlich ein etwas längerer Text als gewohnt, vielleicht hat aber doch der ein oder andere Lust ihn zu lesen.

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Punkt 1: Der Zauber beginnt bereits am Flughafen. Du trittst raus an die Luft und atmest das erste Mal tief ein. Die Luft ist anders. Es fällt mir schwer zu beschreiben, wie und warum aber die Luft ist einfach anders. Manchmal, hier in Deutschland, vermisse ich einfach nur einen großen kräftiger Atemzug dieser römischen Luft nehmen zu können.

Punkt 2: Ich habe das große Glück bei meinen Romaufenthalten bei einem guten Freund und seiner Familie unterkommen zu können.  (Diesen Freund habe ich übrigens über sein wunderbares Projekt „A cena con l’inglese“  kennengelernt.  Sollte irgendwer von euch in nächster Zeit in Rom sein, lasst euch auf gar keinen Fall seine tollen Abende entgehen, es wird den ganzen Abend englisch gesprochen – also kein Hindernis für diejenigen, die kein Italienisch sprechen-, es gibt leckeres, selbstgemachtes Essen und man lernt in lockerer, spielerischer Atmosphäre jede Menge tolle Leute kennen!). Diese Familie ist mir mittlerweile so sehr ans Herz gewachsen und ich fühle mich dort so wohl, dass es sich immer wie ein Stück zu Hause anfühlt. Es ist als würde man einen Teil seiner Familie besuchen, so willkommen lassen sie dich sich fühlen, so warmherzig wird man empfangen. Nichts ist besser als den Geschichten von Mamma Luisa am Küchentisch zu lauschen, gemeinsam mit ihnen zu Abend zu essen und einfach da zu sein.

Punkt 3: Das Essen. Ja. Das Essen. Ich war vier Tage dort und doch habe ich das Gefühl nicht im Ansatz alles gegessen haben zu können, was mir hier in Deutschland fehlt. An meinem letzten Tag beschloss ich mein Hunger- oder vielmehr mein Sattheitsgefühl den Tag lang zu ignorieren und alles was mir Appetitliches begegnen würde bzw. die Dinge, die ich in Deutschland immer schmerzlich vermisse, zu verspeisen! Hier also ein kleine Essenübersicht eines Tages in Bildern.

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Frühstück

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Cannoli von „Dolci di Nonna Vincenza“

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Pizza unter anderem mit ARTISCHOCKEN!

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gefüllte Artischocken

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Gelato (von „La Romana“)

Ja! Es gab ziemlich viele Artischocken! In so vielen unterschiedlichen Zubereitsungsarten! Ein großes kulinarisches Fest! 🙂 Über die Pizza werde ich irgendwann nochmal gesondert berichten. Sie hat es verdient. Nur schon mal so viel, falls ihr euch in Rom rumtreibt und die beste Pizza der Welt sofort probieren wollt: ihr findet sie auf der Via Nomentana 581!

Punkt 4: Zu guter Letzt muss einfach der Zauber der unbeschreiblichen Schönheit dieser Stadt beschrieben werden. Ohne zuviel Kitsch oder Pahtos bemühen zu wollen, ist es wohl doch nicht ganz ohne möglich: ich laufe durch die Straßen dieser Stadt und ich habe das Gefühl mir würde jeden Moment das Herz platzen, so überwältigend schön finde ich das was ich sehe. Ich biege in den Orangengarten ein, meinem absoluten Lieblingsort -nicht nur in Rom, sondern vielleicht von allen Orten an denen ich je war-und ich könnte tatsächlich weinen, weil mir die Kombination aus dem zarten Geruch der Orangenbäume und dem unvergleichbar beeindruckenden Blick auf den Petersdom und ganz Rom so sehr das Herz öffnet, wie ich es noch mit keinem anderen Ort erlebt habe.

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Ich lebe grade gern hier, wo ich lebe und fühle mich wohl. Und auch in anderen Städten in denen ich zuvor gelebt habe, habe ich mich wohl gefühlt. Meine Heimat, eins der schönsten Gefühle, das man meiner Meinung nach haben kann, wird für mich immer der Ort sein an dem ich aufgewachsen bin und an dem meine Eltern wohnen. Und doch hat Rom noch einmal auf besondere Art und Weise die Gabe mir ein Zuhause-Gefühl zu geben.

Danke an Elia, Luisa und all die anderen wunderbaren Menschen, an meinen guten Freund Pietro, die Artischocken und Gabrieles Pizza.


ENGLISH VERSION:

I am not sure if it will make a lot of sense what I am writing here, it has been a long time without writing textes in another language, but here’s to you, Elia and Luisa, who asked me to write in english as well. One day, magari, I will be able to write also in italian 😉

Last week I was lucky enough to spend some more time in my alltime favourite city in the world. I know I already wrote some blogposts about Rome in general and where to have the best Pasta, Aperitivo etc. Nevertheless I want to tell you about this fantastic city once again. I want to write about how Rome always has this big power to engross and amaze me, to open my heart like no other place on earth is able to. So this time my text might not work as a touristguide like the others used to, but instead comes right from my heart.

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1: It might seem weird but Rome’s magic already starts at the airport. You step out of the plane, take a real deep breath and you cannot help but notice: the air is different. I find it really hard to describe this difference, but still: the air is different. Sometimes, here in Germany, I just miss being able to take a deep breath of this roman air.

2:I feel more than lucky and blessed, that everytime I come to Rome, I can stay with a good friend of mine and his wonderful family. (By the way, this friend I met two years ago when participating in his amazing project „A cena con l’inglese“ . If anyone of you is going to Rome someday don’t miss the chance to participate in one of his incredible dinnerparties. You just talk in english all night long -so don’t hesitate if you don’t speak italian!-, there is delicious homemade italian food and while chatting with people from all over the world and playing some games you improve your english and get to know a lot of friendly, interesting people!)

So, over the time, my friend’s family has really grown dear to my heart and I always feel so good being there. They always let you feel welcomed and appreciated so it really has become a place for me to feel like home. There are probably only few things better than sitting at their kitchen table while listening to the stories of Mamma Luisa, having dinner with them or just being there having their company.

3: Food. Yes. Of Course. Food! This time I was in Rome for 4 days and still: I was not able to eat all the food I am constantly missing back in Germany, not even in the least. On my last day, I decided to not follow my appetite or better my fullness but to eat everything delicious that crosses my way instead! I can tell you: it was a lot. But it made me incredibly happy.

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Breakfast

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Strozzapreti with artichokes, pancetta and tomatoes

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Cannoli from „Dolci di Nonna Vincenza“

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Pizza

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filled artischokes

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Gelato (from „La Romana“)

Yes. It’s true. There have been many many artichokes. In so many different ways. They are and will ever be my favourit vegetable! It really was a culinary blast! (Oh I really have to write a whole blogpost about the pizza in Rome, one day. Cause this pizza deserves it big times. But for those of you who cannot wait: you will find the best pizza in the entire world -I am not exaggerting!!- on Via Nomentana 581!

4: Last but not least I have to write about the magical and enchanting beauty of this city. Without wanting to be too kitschy or pathetic (although I might have been already), I can’t help but confess: everytime I walk the streets of Rome I get the feeling as if my heart was about to explode, just because I am so overwhelmed by the beauty I am seeing. I enter the orange garden on the aventine hill -my favourite spot, not only in Rome but probably out of all places I have visited in my life- and everytime I almost cry, just because the combination of the tender smell of oranges and the incomparably beautiful view you have of St. Peter and the whole city opens my heart in a way no other place on earth is able to.

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I like living where I am living at the moment (Stuttgart). And I also liked living in the other cities I lived before. Also,“home“ is and will always be the place where I grew up and where my parents are living. But still, Rome and the beautiful people that are living there will always have the power to let me feel at home in a very special and lovely way.

Grazie di cuore!

Reste sind das Beste! Supplì aus Risotto Resten

Auch wenn es mir leider allzu selten passiert, dass vom leckeren Risotto noch genügend Reste bleiben, möchte ich euch gerne vorstellen wie man aus ihnen Supplì, ein typisch römisches, frittiertes Reisbällchen herstellt.

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In Rom, wo man ingesamt den fritti, also frittierten Kleinigkeiten, alles andere als abgeneigt ist, findet man Supplì al telefono, die römischen Geschwister der sizialinischen Arancini, in wirklich jeder Ecke und Pizzastube. Den Zusatz „al telefono“ kriegt das Bällchen übrigens aufgrund seiner Mozzarella Füllung die im heißen Zustand beim Reinbeißen natürlich wunderschön lange Fäden zieht und so -entfernt, ganz entfernt!- an eine Telefonschnur erinnert!

Hat man -wie ich.. warum muss Risotto auch so lecker sein?- keine Risottoreste, kann man natürlich auch wunderbar frisches Risotto zubereiten und ein wenig abkühlen lassen, bevor man sich ins fröhliche Frittier-Vergnügen stürzt. Weiterlesen

Da bin ich wieder… Pizza mit Kürbis, (Pancetta) und Pecorino

Nach einigen Wochen voll Masterarbeits-Beendigungs-Trubel, ihrer endgültigen Abgabe (endlich!), meinem Geburtstag, diverser Feiereien, (hauptsächlich mentalen) Umzugs-Vorbereitungen und großem Näh-,Back- und Koch- aber recht geringem Schreibdrang, melde ich mich mal wieder hier zurück.

Huldigte mein letzter Beitrag noch dem Spätsommer und seinen Früchten, sind wir wohl mittlerweile mitten im Herbst angekommen.

Was kann man dazu sagen, außer: Schön! Den Herbst, der sich hier grad präsentiert, mag ich sehr gern. Er ist voller neuer Farben, unheimlich gemütlich und vermag Geist und Gemüt durchzulüften. Er ist im gleichen Maße wunderschön melancholisch, wie erfrischend und Augen öffnend. Herzlich Willkommen du oft unterschätzte Jahreszeit!

Nun aber wieder zum Essen. Wie in so vielen Blogs, die ich verfolge, wird auch hier  der Kürbis, der aus dem Herbst auch mit aller Kraft nicht wegzudenken ist, in den nächsten Wochen immer mal wieder auftauchen und sich in verschiedenen Gewändern präsentieren.

Den Anfang soll ein Pizzarezept machen, Weiterlesen

Nudelglück in Rom 

Dass ein Land wie Italien an jeder denkbaren Ecke mit nudeligen Glücksmomenten aufwarten kann, ist natürlich kein Wunder.  Als ich mich heute allerdings mal wieder durch meine vielen Rom-Fotos klickte, war ich von der für mich umwerfenden Ästhetik und Schönheit eines leckeren Nudeltellers mal wieder so fasziniert, dass ich ein wenig meines Nudelglücks mit euch teilen und euch gleich noch ein paar Restauranttipps mit auf den Weg geben möchte. Natürlich wimmelt es in Rom nur so vor Möglichkeiten einzukehren und zu essen, doch gerade in den Haupttouristenregionen steht die Qualität oft antiproportional zum Preis.  Daher habe ich es immer als sehr bereichernd und hilfreich erlebt, Restauranttipps meiner italienischen Freunde zu hören und so vielleicht ein bisschen weiter raus fahren oder in die verwinkeltste Nebenstraße einbiegen zu müssen, aber jedesmal mit einem großen Geschmackserlebnis belohnt zu werden!

Orecchiette mit Artischocken, Garnelen und Thunfisch

Orecchiette mit Artischocken, Garnelen und Thunfisch

Spaghetti mit Pistazienpesto, frischem Thunfisch und gerösteten Pistazien

Spaghetti mit Pistazienpesto, frischem Thunfisch und gerösteten Pistazien

Dieser Laden ist das wahre Paradies für jeden Fischfan! Weiterlesen

Aller Anfang ist schwer.. Spaghetti cacio e pepe

Nach einiger Grübelei, welches Rezept, welche Geschichte, welches Stückchen Glück als erstes hier veröffentlicht werden sollte und nach einigen vielen Ideen und dem Verwerfen eben dieser entschied ich mich dafür, dass es eine meiner allerliebsten Lieblingsnudeln mehr als verdient haben sollte, den Stein dieser kleinen digitalen Rezeptsammlung ins Rollen zu bringen.

Spätestens seit ich 6 Monate in Rom verbringen durfte,liegen mir die römische Küche und besonders die typisch römischen Pastagerichte sehr an Herz&Gaumen! Es sind oft recht deftige Gerichte;einfach und rustikal, voll mit Guanciale -einem italienischen Speck, typisch für die Region Lazio- oder Pecorino romano, dem sehr würzigen Schafsmilchkäse, der von kaum einem römischen Pastateller wegzudenken ist.

Ob carbonara, all’amatriciana, all’arrabbiata, gricia, aglio&olio usw.. die römischen Nudelgerichte sind für mich die leckersten, wichtigsten und vor allem ehrlichsten, die ich kenne. Sie bestehen meist aus wenigen, dafür aber qualitativ hochwertigen, wohlschmeckenden Zutaten. Schnickschnack ist hier fehl am Platz, die richtige Verarbeitung der überschaubaren Zutaten ist hier der Schlüssel und Glücksgarant.

Das Gericht, das es vermag, bei mir die dunkelsten Tage um einiges heller werden zu lassen und mich immer wieder verzaubert, ist ohne Frage Spaghetti cacio e pepe. Durch die besondere Zubereitungsart unbeschreiblich cremig, durch frisch gemahlenen scharzen Pfeffer und wunderbaren würzigen Pecorino einzigartig im Geschmack.


Für 4 Personen:

  • Spaghetti (400-500g, ganz so wie man hungrig ist!)
  • Pecorino,gerieben (ca. 150g)
  • schwarzer Pfeffer. frisch gemahlen
  • Olivenöl

Bringt in einem großen Topf genügend Wasser zum Kochen. Sobald es sprudelt könnt ihr das Wasser salzen und die Spaghetti hineingeben. Wichtig: die Nudeln werden 3 Minuten kürzer als nach Packungsanweisung gekocht!

Während der Kochzeit bereitet ihr eine große Pfanne mit Olivenöl und schon etwas frischem, schwarzem Pfeffer vor.

Achtet beim Abschütten der Nudeln darauf in einem Gefäß das Kochwasser aufzufangen.

Stellt die vorbereitete Pfanne auf die noch heiße Herdplatte und gebt die noch nicht ganz garen Nudeln, sowie eine Kelle des aufgefangenen Kochwassers hinzu. Die Spaghetti werden nun, im Grunde wie bei einem Risotto, langsam in der wenigen Flüssigkeit nachgegart. Rührt so lange bis sich eine cremige Konsistenz bildet. Sollte das Wasser schon komplett verkocht und die Nudeln noch nicht gar sein, gebt noch ein bisschen Wasser nach. Die Nudeln sollten noch leicht bissfest und schön cremig sein.

Nehmt nun die Platte vom Herd, gebt nach Geschmack, aber ruhig ordentlich Pfeffer hinzu und rührt zügig 3/4 des geriebenen Pecorinos unter, der Rest des Käses kann am Ende auf den Tellern verteilt werden.

BUON APPETITO!

Tipp: Für alle, denen dieses Gericht im nahenden Sommer zu schwer und käselastig scheint: reduziert die Pecorinomenge ein wenig und mischt eine handvoll kleingehackter Minzblätter und den Saft einer halben Zitrone unter. Schon habt ihr einen wirklich besonderen, erfrischenden Teller Nudeln!

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Viel Glück!