Semmelknödel auf winterlichem Auberginen-Rotwein-Ragout

Aus all dem Vorweihnachtstrubel der einen so umschwirrt, schicke ich ein paar kulinarische Wintergrüße!

Einen Geschmack auf den ich mich im Winter und in der Weihnachtdzeit mit am meisten freue, ist der von Zimt in herzhaften Gerichten. Sei es eine leckere heißdampfende Suppe, ein tolles, kräftiges Gulasch, ein Brot oder wie hier ein Gemüseragout – Zimt weiß all diese Dinge auf bezaubernde Weise zu verfeinern.

Foto 09-12-15, 20 35 38

Und so kommt hier ein Rezept für leckere Semmelknödel auf einem winterlichen Auberginenragout.

Frohen 3. Advent und guten Appetit!


Für 3 Personen:

  • Sandwich-Toast (1/2 Packung)
  • Eier (2)
  • Zwiebeln (1 )
  • Milch (100ml)
  • optional: Speckwürfel (1 handvoll)
  • Auberginen (2 mittel große)
  • Knoblauchzehen (3 große)
  • kräftiger Rotwein (250 ml)
  • passierte Tomaten (250 ml)
  • Tomatenmark (2 EL)
  • Zucker (1 gehäufter EL)
  • Zimt (halber-ganzer TL)
  • Butter (1 EL)
  • Olivenöl (zum Anbraten)
  • Salz, Pfeffer
  • Alufolie

Die Auberginen und den Knoblauch klein würfeln und in reichlich Olivenöl in einer Pfanne für ein paar Minuten anbraten, salzen, pfeffern und dann mit dem Zucker überstreuen, das Tomatenmark hinzugeben und mit einem Schluck Rotwein ablöschen. Ca. 10 Minuten so weitergaren lassen bevor ihr den Zimt, den restlichen Rotwein und die passierten Tomaten hinzugebt. Das Ragout nun mindestens eine halbe Stunde auf mittlerer Hitze vor sich hin köcheln lassen.

Foto 09-12-15, 19 25 17Foto 09-12-15, 20 29 57

In der Zwischenzeit die Zwiebel klein würfeln. Wenn ihr wollt könnt ihr erst die Speckwürfel (schmeckt aber auch alles sehr gut ohne) in ein bisschen Öl anbraten und nach einiger Zeit die Zwiebeln mithinzugeben. Sobald die Zwiebeln glasig sind mit der Milch ablöschen. Zupft oder schneidet das Toastbrot in kleine Stücke. Übergießt sie nun mit der Zwiebel-(Speck-)Milch-Mischung, schlagt die Eier dazu und mischt alles richtig gut durch. Ein wenig salzen und pfeffern und die Masse einige Minuten durchziehen lassen.

Bringt Wasser in einem Topf zum Kochen.

Breitet nun zwei Stücke Alufolie aus, fettet sie mit ein wenig Öl ein und gebt jeweils die Hälfte der Masse als Rolle auf die Alufolie. Rollt sie fest ein und versucht die Rollen so fest wie möglich zu verschließen. Gebt sie nun für 20 Minuten ins kochende Wasser.

Holt sie dann raus, entfernt die Alufolie und schneidet sie frisch und warm in fingerdicke Scheiben. (Wenn es von der Zeit her besser hinkommt, könnt ihr sie auch gut schon vorher vorbereiten und dann kurz vor dem Essen frisch in Butter anbraten!)

Richtet das Ragout auf dem Teller an und verteilt ein paar Scheiben Semmelknödel darauf.

Fertig ist ein wunderbar winterliches Gericht! Lasst es euch schmecken!

Foto 09-12-15, 20 35 27

Advertisements

In diesem Jahr gibt’s Kirschen, wenn der Sommer kommt.. {Crostini mit Kirschen und Zitronenthymian}

Foto 11.07.16, 20 06 47Immer, wenn es plötzlich so heiß wird, wie in den letzten Tagen und alles, wirklich alles Sommer ausstrahlt, schleicht sich leise und klammheimlich ein Lied in meinen Kopf. Wenn ich mir dann, beim Schlendern über den Wochenmarkt die ersten Kirschen des Jahres gönne und sie fröhlich vor mich hin futtere, nimmt das Lied es zum Anlass sich noch fester in mein Gehirn einzubrennen und mich eine ganze Weile nicht mehr loszulassen.

Dieses für mich ganz besondere Lied ist „Kirschen (wenn der Sommer kommt)“ vom leider viel zu früh verstorbenen, großartigen Künstler Nils Koppruch. Auch wenn es gar nicht unbedingt ein fröhliches Sommerlied ist, schaffen Sommer und Kirschen den Ohrwurm so zu triggern, dass er mich lange beschäftigt und begleitet.

Meine ersten Kirschen also verspeisend, kam mir die Idee schnellstmöglich etwas mit Kirschen zu zaubern, in Verbindung mit diesem Lied. Gedacht, getan, schnell neue Kirschen gekauft (die erste Ladung war einfach zu schnell weg..) und schon abends stand ich in der Küche und schnibbelte Kirschen klein. Im Hintergrund lief mein derzeitiger Lieblings-Online-Radiosender FluxKompensator, der mich regelmäßig mit wirklich schöner Musik erfreut und bei mir zur Zeit eigentlich permanent läuft. Nils Koppruch hatte ich allerdings noch nie dort spielen gehört. Und so stand ich, wie gesagt, in meiner Küche, hackte den Zitronenthymian und zerkleinerte die Kirschen, als plötzlich, ja wirklich, „Kirschen“ aus den Boxen ertönte! Eine schöneren und überraschenderen Zufall hätte ich mir noch nicht mal ausdenken können..

Hier nun also mein etwas zauberhaftes, blitzschnelles Rezept für Crostini mit Kirschen und Zitronenthymian. Weiterlesen

Die großen Frühlingsmächte vereint: Spargel-Bärlauch-Risotto

So, weiter geht’s mit wunderbaren Spargel-Bärlauch-Frühlingsgerichten! Und da ja selbst ich ab und an etwas anderes zu mir nehme als Nudeln, sollen sich hier heute auf dem Blog Spargel und Bärlauch mit Reis zu einem harmonischen, geschmacksintensiven Risotto verbinden!

Foto 19.04.16, 20 35 37

Und damit wir alle schnell raus zur endlich wiedergekehrten Sonne flitzen können, geht es diesmal ohne viel Text direkt zum Rezept!

(Vom Bärlauch-Pesto, das man für dieses Risotto zubereitet, würde ich wirklich empfehlen etwas mehr zu machen.. es hält sich durch das Öl wunderbar einige Zeit im Kühlschrank und ist so vielfältig einsetzbar (vielleicht demnächst auch mit…Nudeln? 🙂 ), dass es eine Schande wäre, nur eine kleine Portion zu produzieren. Daher also auch im Rezept deutlich größere Mengenangaben, als es für das Risotto im Endeffekt von Nöten wäre.)

So jetzt aber zum Rezept! Vorhang auf für mein Spargel-Bärlauch-Risotto!


Für 2 Personen:

Bärlauch-Pesto:

  • frischer Bärlauch (3 Bund)
  • Pinienkerne (50g)
  • Olivenöl (12 EL)
  • Zitrone, unbehandelt (1)
  • Salz, Pfeffer

Risotto:

  • weißer Spargel (10 Stangen)
  • Risottoreis: Arborio oder Carnaroli (200g)
  • rote Zwiebeln (1)
  • Weißwein (100ml, zum Ablöschen)
  • Spargelsud, hergestellt durch das Kochen der Spargelschalen (ca. 600ml)
  • Salz, (Zitronen-)Pfeffer
  • Butter, Öl oder Margarine (zum Anbraten)
  • Parmesan (optional)
  • Schüssel mit sehr kaltem Wasser (am besten mit Eiswürfeln)

Foto 19.04.16, 19 09 06

Bärlauch von den Stielen entfernen, waschen, 4 Blätter für spätere Deko des Risottos beiseite nehmen und in Streifen schneiden, den Rest klein rupfen. Schale der Zitrone abreiben. Bärlauch, Pinienkerne, Öl und Zitronenschale im Mixer/Zerkleinerer/mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Mit einem EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Für das Risotto werden 2 gehäufte EL benötigt. Den Rest in Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Passt wie gesagt hervorragend zu Nudeln, auf Brot, als Dip etc. Weitere Rezepte kommen auf jeden Fall!

Den Spargel schälen (und die Schale unbedingt aufbewahren!). Die Spargelstangen dritteln. Das untere Drittel jeder Stange sehr klein würfeln und beiseite stellen, die oben zwei Drittel so belassen.

Foto 26.04.16, 07 52 10

Bringt in einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen und bereitet die Schüssel mit eiskaltem Wasser vor. Die oberen zwei Drittel des Spargels werden nun blanchiert. Das heißt, sie werden -je nach Dicke der Stangen- 2-4 Minuten in das sprudelnd kochende Wasser gegeben (die Spargelspitzen bitte erst für die letzten 1-2 Minuten dazugeben), bevor sie dann mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser gefischt und direkt in das kalte Wasser gegeben werden (das heiße Wasser NICHT abschütten). So ist der Spargel ausreichend gegart, bleibt aber noch ein bisschen knackig!

Gebt nun ins heiße Wasser die Spargelschalen und lasst sie mind. 15 Minuten vor sich hin köcheln. In dieser Zeit könnt ihr die eben blanchierten Spargelstücke in einer Pfanne in ein wenig Olivenöl anbraten, bis sie leicht bräunlich angeröstet sind. Mit Salz und Zitronenpfeffer würzen (oder wie immer alternativ mit normalem schwarzen Pfeffer und ein wenig Zitronensaft). Entfernt nun die Spargelschalen aus dem Sud.

Foto 19.04.16, 20 30 12

Würfelt die rote Zwiebel klein und dünstet sie in einem Topf im Fett eurer Wahl an, gebt die kleingeschnittenen Spargelstückchen (das untere Drittel der Stangen, das ihr klein gewürfelt habt) und den Reis hinzu und lasst alles ein wenig weiter dünsten. Kurz bevor der Reis anzubrennen scheint, löscht ihr alles mit dem Weißwein ab.

Nun heißt es: rühren, rühren, rühren! Beim Risotto kommt es darauf an immer nur kleine Mengen an Flüssigkeiten zum Reis hinzuzufügen und dann so lange zu rühren bis diese verkocht ist. Gebt also nach und nach kellenweise den eben gekochten Spargelsud zum Reis.

Bis alles verkocht und der Reis ausreichend gegart ist, kann es schon mal 30 Minuten dauern. Risotto sollte im Gegensatz zu Milchreis nicht ganz matschig gekocht sein, sondern im Kern immer noch einen leichten Biss haben. Probiert zwischendurch einfach mal, um zu prüfen, ob die perfekte Garstufe schon erreicht ist und würzt in diesem Zug auch mit Salz und Pfeffer.

Rührt im letzten Schritt 2-3 EL des leckeren Bärlauch-Pestos unter. Richtet es nun mit den angebratenen Spargelstücken und den Bärlauchstreifen auf Tellern an und:fertig!

Foto 19.04.16, 20 35 43

Besten Appetit!

herbstliches Crostini-Allerlei

Inspiriert von der schönen Crostini Party bei Stilettos & Sprouts wollte auch ich mal einen kunterbunten und unbedingt richtig schön herbstlichen Crostini-Mix auf den Tisch zaubern.

Foto 19-09-15, 20 11 06

Grade wenn man viel Besuch zu verköstigen hat, gibt es wenig Praktischeres als viele verschiedene Crostini, finde ich! Kleine (geröstete) Brotscheiben mit allerlei leckerem Kram belegt, handlich und schnell zu vernaschen, vielseitig im Geschmack, in der richtigen Belags-Kombination unschlagbar lecker!

Herbstliche Geschmäcker finden sich für mich definitiv in Kürbis, Kartoffeln, Roter Bete, Birnen & Äpfeln, Zwiebeln und all solchen tollen Zutaten.

Nach langem Überlegen, tausend Ideen und Zeit für nur eine handvoll Variationen entschied ich mich für:

  • Kürbiscreme mit Pinienkernen & Pecorino
  • Kürbiscreme mit Pancetta Chips
  • Kartoffelcreme mit Rote Bete Chips
  • Zwiebelconfit mit Thunfischfilet
  • Ziegenweichkäse mit karamellisierte Birne

Weiterlesen

Reste sind das Beste! Supplì aus Risotto Resten

Auch wenn es mir leider allzu selten passiert, dass vom leckeren Risotto noch genügend Reste bleiben, möchte ich euch gerne vorstellen wie man aus ihnen Supplì, ein typisch römisches, frittiertes Reisbällchen herstellt.

Foto 20-10-15, 19 43 45

In Rom, wo man ingesamt den fritti, also frittierten Kleinigkeiten, alles andere als abgeneigt ist, findet man Supplì al telefono, die römischen Geschwister der sizialinischen Arancini, in wirklich jeder Ecke und Pizzastube. Den Zusatz „al telefono“ kriegt das Bällchen übrigens aufgrund seiner Mozzarella Füllung die im heißen Zustand beim Reinbeißen natürlich wunderschön lange Fäden zieht und so -entfernt, ganz entfernt!- an eine Telefonschnur erinnert!

Hat man -wie ich.. warum muss Risotto auch so lecker sein?- keine Risottoreste, kann man natürlich auch wunderbar frisches Risotto zubereiten und ein wenig abkühlen lassen, bevor man sich ins fröhliche Frittier-Vergnügen stürzt. Weiterlesen

frisches Artischocken Risotto oder: wieviel Glück passt auf einen Teller?

IMG_6635

Zugegeben: ich mache es mir mit meinen absoluten Lieblingsgemüsen nicht sehr leicht. Während ich mich an Artischocken und Zucchiniblüten in meiner Zeit in Italien in Hülle und Fülle erfreuen konnte, ist es hier in Deutschland oft schwer bis fast unmöglich diese beiden Schätze in vergleichbarer Qualität zu finden.

Umso glücklicher, ja gar vor Freude strahlender war ich, als ich vor ein paar Tagen wirklich wunderschöne, frische kleine Artischocken entdeckt habe. Und das tatsächlich an genau dem Tag, an dem ich einen Artikel darüber las, dass der Start der Artischocken Saison in Italien ja gerade in den Startlöchern stünde. „Oh weh, ich muss bald mal wieder nach Italien, eine schöne Artischocke „alla romana“ würden mich grad auch richtig glücklich machen“, dachte ich noch, nur um ein paar Stunden später im Gemüseladen um die Ecke selbst fündig zu werden. Manchmal liegt das (essbare) Glück wohl doch ganz nah.. 😉

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten diese wunderschöne Zauberfrucht zuzubereiten; mein Rom-Herz und ich haben sie aber klassisch auf römische Art zu- und dann zu einem Risotto weiterverarbeitet. Weiterlesen

Da bin ich wieder… Pizza mit Kürbis, (Pancetta) und Pecorino

Nach einigen Wochen voll Masterarbeits-Beendigungs-Trubel, ihrer endgültigen Abgabe (endlich!), meinem Geburtstag, diverser Feiereien, (hauptsächlich mentalen) Umzugs-Vorbereitungen und großem Näh-,Back- und Koch- aber recht geringem Schreibdrang, melde ich mich mal wieder hier zurück.

Huldigte mein letzter Beitrag noch dem Spätsommer und seinen Früchten, sind wir wohl mittlerweile mitten im Herbst angekommen.

Was kann man dazu sagen, außer: Schön! Den Herbst, der sich hier grad präsentiert, mag ich sehr gern. Er ist voller neuer Farben, unheimlich gemütlich und vermag Geist und Gemüt durchzulüften. Er ist im gleichen Maße wunderschön melancholisch, wie erfrischend und Augen öffnend. Herzlich Willkommen du oft unterschätzte Jahreszeit!

Nun aber wieder zum Essen. Wie in so vielen Blogs, die ich verfolge, wird auch hier  der Kürbis, der aus dem Herbst auch mit aller Kraft nicht wegzudenken ist, in den nächsten Wochen immer mal wieder auftauchen und sich in verschiedenen Gewändern präsentieren.

Den Anfang soll ein Pizzarezept machen, Weiterlesen